Landgut Kugleralm in Ebersberg | Jetzt anrufen: 08092 / 20 436 | Öffnungszeiten: Donnerstag bis Montag 10.00 bis 23:00 Uhr
Garen bzw. grillen mit direkter oder indirekter Hitze hängt vom Grillgut ab

Wörterbuch der Köche Teil 9 – I wie indirekte Hitze

Grillen ist des Deutschen liebstes Hobby. Egal ob Kugelgrill, klassischer Holzkohlegrill oder Gasgrill, überall wird fleißig gebrutzelt und nach dem perfekten Grillrezept gesucht. Würstchen, Steaks und Co. gehören zum Sommer einfach dazu wie das Bier bzw. der Radler. Bei vielen Freunden der fröhlichen Grillkunst stellt sich aber heutzutage eine Frage: Indirekte Hitze oder direkte Hitze? Wir erklären Ihnen kurz und knapp, was es mit indirekter Hitze und direkter Hitze beim Grillen auf sich hat, so dass Sie genau wissen, was Sie am Grill tun müssen.

Grillen mit direkter Hitze

Egal für welche Grillrezepte Sie sich entscheiden, die Grillmethode entscheidet maßgeblich über das Ergebnis. Grillen mit direkter Hitze heißt eigentlich nichts anderes, wie das Grillgut direkt über der Holzkohle oder Flamme zu grillen. Dabei wird das Grillgut sehr hohen Temperaturen ausgesetzt, die Poren verschließen sich und das Fleisch bleibt schön saftig.  Indirektes Grillen ist somit die ideale Methode zum Grillen von Würstchen, Steaks, Koteletts, Hähnchenbrust, Gemüse und allem, was Sie sonst auch in Ihrer Pfanne in der heimischen Küche braten würden. Faustregel: Alles, was in 10 min gerillt werden kann! Dabei bleibt der Deckel vom Kugelgrill bzw. Gasgrill stets geöffnet.

Grillen mit indirekter Hitze

Im Gegensatz zum Grillen mit direkter Hitze verläuft das Grillen mit indirekter Hitze nach einem anderen Verfahren. Ähnlich wie im Backofen steht bei dieser Grillmethode das Garen im Vordergrund und eignet sich besonders für großes aber auch empfindliches Grillgut. Große Fleischstücke, zarter Fisch, ganze Hähnchen, Braten, Spareribs und alles, was länger wie etwa 15 min braucht, wird mit indirekter Hitze perfekt gegrillt.

Indirektes Grillen Gasgrill

So funktioniert grillen mit indirekter Hitze beim Gasgrill:

  1. Gasgrill vorheizen ( max. Temperatur gesamt von 200 Grad )
  2. Bei drei Brennern den mittleren Brenner ausschalten, bei zwei Brennern einen ausschalten
  3. Bei drei Brennern das Grillgut über den ausgeschalteten Brenner legen, bei zwei Brennern das Grillgut über den ausgeschalteten Brenner legen
  4. Deckel schließen
  5. Das Grillgut nicht wenden (es kann nicht anbrennen)

Durch die unregelmäßige Hitze Dank der unterschiedlich eingestellten Brenner zirkuliert die Luft im Garraum wie bei Umluft im Backofen.

Auf einem Gasgrill bei indirekter Hitze gegrillte Spareribs
Die Holzkohle wird beim indirekten Grillen im Kugelgrill unterschiedlich verteilt

Indirektes Grillen Kugelgrill

Wer auf Holzkohle schwört, agiert beim Grillen mit einem Kugelgrill ganz ähnlich. Die Holzkohle wird an den Rand des Grills geschoben. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten des Vorgehens. Für Einsteiger mit normal großen Kugelgrill sicher am leichtesten umsetzbar: Die Kohle nur auf einer Seite im Kohlekorb verteilten. Dort beginnt man bei Bedarf mit dem direkten scharfen Angrillen, bei dem eine knusprige Kruste entsteht. Die andere Seite des Grills bleibt indes leer, so dass auf dieser Seite dann das Grillgut nach dem Angrillen indirekt weitergegart werden kann. Dies natürlich bei geschlossenem Deckel. Eine weitere einfache Methode: Die Kohle am Rand herum verteilen und das Grillgut mittig auflegen.

Tipp: Eine Aluschale mit Wasser oder auch Bier oder Apfelwein in den Grill stellen. Das gibt zusätzlich Aroma, schützt vor Austrocknung und hält die Temperatur.